Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR (BStU) bewahrt in ihren Archiven die Unterlagen der ehemaligen Geheimpolizei und des Nachrichtendienstes der DDR auf und stellt sie für verschiedene Zwecke nach strengen gesetzlichen Vorschriften der Öffentlichkeit, anderen Behörden und Unternehmen zur Verfügung.karte In einem weltweit wohl einmaligen Vorgang wurden 1989 /90 im Zuge der friedlichen Revolution gegen die kommunistische Herrschaft in Ostdeutschland die Dienststellen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) von Demonstranten besetzt und somit letztlich die Auflösung dieses Unterdrückungsapparates erzwungen. Revolutionärer Bürgerwille und das frei gewählte Parlament der DDR ebneten den Weg für die Sicherung und kontrollierte Öffnung der Stasi-Akten. Mit der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wurde die Behörde gegründet. Sie wurde von Joachim Gauck aufgebaut und wird derzeit von Roland Jahn geleitet. Herzstück der Behörde ist das Archiv mit der Hinterlassenschaft der Stasi. Es dokumentiert die Herrschaftsmethoden und das Herrschaftswissen der ehemaligen SED als kommunistische Staatspartei der DDR und ihrer Geheimpolizei: Akten, Karteikarten, Filme, Tondokumente, Mikrofiches. Mit insgesamt 180 km Unterlagen ist es eines der größten Archive Deutschlands.

Kontakt www.bstu.bund.de
BStU, Außenstelle Gera
Hermann-Drechsler-Straße 1, 07548 Gera
Telefon: 0365 55 180

Antragsformulare auf Akteneinsicht können Sie während der Öffnungszeiten bei uns erhalten.