"Bund der Stalinistisch Verfolgten e.V." (BSV)
Der BSV wurde als überparteilicher, gemeinnütziger Verein 1990 in Leipzig gegründet. Er ist in ganz Deutschland tätig, mit Arbeitsschwerpunkt in den fünf neuen Bundesländer. Hauptinhalt seiner Arbeit ist die Information, Beratung und Betreuung aller Bürger, die unter stalinistischer Willkür litten.
Der BSV vertritt die Interessen von Personen, einschließlich ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen, die

  • nach der Besetzung deutschen Gebietes willkürlich durch die Sowjetunion interniert und deportiert sowie von Sowjetischen Militärtribunalen (SMT) verurteilt wurden,
  • in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert und verurteilt wurden,
  • beruflich oder verwaltungsrechtlich verfolgt und benachteiligt wurden,
  • zwangsaus- oder umgesiedelt oder enteignet wurden.

Die Ziele des BSV sind:

  • Rehabilitierung aller Deutschen, die in der Folge des II. Weltkrieges bis 1990 politisch bzw. durch das Sowjetische Militärtribunal (SMT) verurteilt, interniert, deportiert oder beruflich und verwaltungsrechtlich geschädigt wurden.
  • Materielle Wiedergutmachung für Haftzeit, erlittene physische und psychische Schäden, berufliche, familiäre und verwaltungsrechtliche Benachteiligung.
  • Durchsetzung und Verwirklichung der Menschenrechte in Deutschland entsprechend der UNO-Deklaration der Menschenrechte sowie der KSZE-Schlußakte und deren Nachfolgebeschlüssen.
  • Historische Aufarbeitung des Stalinismus.

Der Landesverband Thüringen des BSV hat sich aufgelöst.
Viele Mitglieder haben sich der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) angeschlossen.