Nach der friedlichen Revolution 1989 wurde die Stasi-Haftanstalt geschlossen. Nach einigen baulichen Veränderungen nutzte der Freistaat Thüringen das Gebäude von 1991 bis 1999 weiterhin als Untersuchungshaft und Gefängnis.


1997 gründete sich der Verein Gedenkstätte Amthordurchgang, um einen Beitrag zur Aufarbeitung und Dokumentation von politischer Verfolgung und Widerstand während der zwei deutschen Diktaturen zu leisten.

Als im Sommer 1999 bekannt wurde, dass die Haftanstalt abgerissen werden soll, kämpfte der Verein für die Errichtung einer Gedenk- und Begegnungsstätte am authentischen Ort. Trotz massiver Proteste konnte der Abriss der Haftanstalt nicht verhindert werden. Nur durch eine Besetzung konnte zumindest das Torhaus, der ehemalige Eingangsbereich, erhalten werden.Protest

 

Eine finanzielle Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen ermöglichte die Errichtung der Gedenk- und Begegnungsstätte.

tuerrahmenDer Verein entwickelte gemeinsam mit dem Geraer Maler und Grafikdesigner Sven Schmidt eine inhaltliche und gestalterische Gebäudekonzeption. Bewegliche und unbewegliche Teile aus dem Zellentrakt wurden gesichert und mit künstlerischen Mitteln im Torhaus integriert.

 zelle innen

 

 

 

 

 

 

 Die Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus der politischen Haftanstalt

von 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989

ist seit dem 18. November 2005 geöffnet.