|
|||||||||||
Geschichte 1933 - 1945 1945 - 1952 1952 - 1989 1989 - 1999 Aktuelle Projekte Der Verein Fotos Andere Kontakt Impressum Startseite |
Geschichte 1945 - 1952 Der Oberbürgermeister von Gera, Dr. Paul, schreibt am 6.7.1945 an den Landgerichtspräsidenten Dr. Barth: In meiner heutigen Besprechung mit dem Kommandanten der hiesigen russischen Polizei, Herrn Major Sokolow, brachte dieser zum Ausdruck, dass er mit seinen Offizieren Räume des Gerichts, das gesamte Gefängnis sowie die Wohnungen der Gefängniswärter belegen will. Er erwartet, dass das Gericht sich ein neues Gefängnis schafft und hält dafür eine Frist von einer Woche für ausreichend.1945/46: Das Gefängnis diente als regionales Auffanggefängnis der sowjetischen Militärpolizei. Gefangene kamen ins Speziallager 2 nach Buchenwald. Unter den Verhafteten waren Jugendliche, die wegen angeblicher Werwolftätigkeit inhaftiert wurden. Mit Drohungen und Folterungen erpresste man Geständnisse. Die Strafmaße betrugen 10, 15 od. 25 Jahre. Auch Todesstrafen gab es. Am 9.4.1946 in Gera zum Tode verurteilt:
1947-1952: Das Gefängnis unterstand wieder der deutschen Justiz. Vorstand war der Geraer Oberstaatsanwalt. Hier waren durchschnittlich 350 Gefangene, darunter viele Frauen, untergebracht. Politische Haftgründe waren zuerst "Wirtschaftsverbrecher", die die SED auf diesem Weg enteignen wollte. Nach 1950 gab es zunehmend U-Haft wegen "Boykotthetze" - also jede Form von Kritik an der SED. |
||||||||||